Archive für August 2011

„Initiative für das Ehrenamt in Schleswig-Holstein

„Initiative für das Ehrenamt in Schleswig-Holstein“ (Drucksache 17/1540),

Sitzung des Innen- und Rechtsausschuss am 31.8.2011

Sehr geehrter Rother,

zufällig habe ich heute Kenntnis über den Bericht der Landesregierung „Initiative für das

Ehrenamt in Schleswig-Holstein“ erlangt sowie dem Internetangebote des Landtages entnommen,

dass Sie am 31.8.2011 darüber beraten und beschließen werden.

In dem Zusammenhang möchte ich meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen,

dass kleinste Gruppen umfangreich Berücksichtigung finden, eine der größten Gruppen

im Lande, nämlich die der Elternvertreter in Schleswig-Holstein, nur einmal kurz als

„Schulelternbeiräte“ erwähnt werden, obwohl es Elternbeiräte sogar auf allen Stufen von

den Klassen bis zur Landesebene gibt.

Leider liegen mir keine aktuellen Daten über die Zahl an gewählten Elternvertretern vor.

Allerdings gibt es in Schleswig-Holstein derzeit fast 400.000 Schülerinnen und Schüler.

Rechnet man nun mit einer geschätzten durchschnittlichen Klassengröße von 24 Schülern

pro Klasse und drei Elternvertretern pro Klasse, so ergib sich die stolze Zahl von

50.000

ehrenamtlich tätigen Elternvertretern

. Auch wenn einige Klassen größer sind, es

volljährige Schüler, doppelte engagierte Eltern und andere Abweichungen gibt, so bleibt

doch eine Zahl von mehreren zehntausend ehrenamtlich tätigen Eltern stehen.

Gerne hätte auch der Landeselternbeirat zum Bericht der Landesregierung und den Beratungen

beigetragen, aber leider ist der Landeselternbeirat bis dato nicht einbezogen worden.

Dann sonst hätten wir darstellen können, welche Arbeit Elternvertreter

leisten und dass Schule ohne Elternvertreter gar funktionieren würde. Daher

würde ich mich freuen, wenn auch die Gruppe der Elternvertreter Berücksichtigung

finden würde, da bei uns nicht einmal ein umfassender Versicherungsschutz

besteht.

Abschließend bitte ich um Kenntnisnahme und Weiterleitung meines Schreibens an die

Fraktionen sowie die Ausschussmitglieder. Der Landeselternbeirat steht jederzeit für

Nachfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Henning Nawotki

Vorsitzender

NDR zum Stundenausfall

Das neue Schuljahr in Schleswig-Holstein ist angelaufen und zwar mit 300 Lehrerstellen weniger als vorher. Während das Bildungsministerium in Kiel davon ausgeht, dass es durch die Einsparungen keine Probleme im Schulalltag gibt, sehen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Elternvertreter das völlig anders. Weniger Sport- und Förderstunden in Lübeck, kein Schulchor mehr in Bad Segeberg und gleich zum Schulbeginn fällt in Norderstedt der Englisch-Unterricht aus. “Wir haben die Rückmeldungen überall aus dem Lande, dass einfach die Unterrichtsversorgung nach den Ferien gesunken ist, einfach schlechter geworden ist”, sagt Henning Nawotki, der Vorsitzende des Landeselternbeirats für Grundschulen.

Die Klassen werden größer

Die 300 gestrichenen Stellen machen sich nach Ansicht der Elternvertreter auch in der Größe der Klassen bemerkbar. Außerdem gebe es weniger Reserven, um Arbeitsgemeinschaften anzubieten oder Krankheitsstände auszugleichen, so Nawotki. Das Bildungsministerium sieht die Unterrichtsversorgung dagegen gesichert und begründet die Streichung der Stellen mit der sinkenden Zahl der Schüler.

Es fehlen Lehrer auf dem Land

Statt Stellenmangel gibt es laut Ministerium viel mehr einen Bewerbermangel, vor allem auf dem Land. Dem stimmt die GEW zu und kritisiert, dass das Land es verpasst habe, für die Lehreranwärter attraktivere Bedingungen zu schaffen. Gewerkschaft und Landeselternbeirat fordern, die Stellenstreichungen rückgängig zu machen und in Bildung zu investieren. Ihrer Meinung nach wird Schleswig-Holstein sonst irgendwann im bundesweiten Bildungsvergleich die rote Laterne tragen.

Abbau von Lehrerstellen

Überall im Lande werden Lehrerstellen abgebaut. Von vielen Schulen wissen wir, dass der Abbau auch stärker sein kann als sich die Schülerzahlen noch unten entwickelt haben. Wir wissen sogar von Schulen, die weniger Lehrerstellen haben, obwohl die Schülerzahlen gestiegen sind. Wer weitere Beispiele hat - das Ministerium gibt keine belastbaren oder vergleichbaren Zahlen heraus - der kann und darf diese hier gerne bloggen oder uns einfach per Mail schicken. Wir werden sie dann bei Wunsch vertraulich behandeln.

Willkommen in unserem neuen BLOG

Wir geben hier die Möglichkeit, Standpunkte oder Argumente zu verschiedenen Themen zu diskutieren und fair zu schreiben.

Wir behalten uns aber vor, anstößige oder gesetzeswidrige Beiträge sofort zu entfernen und den Zugang zu sperren.

Bei technischen Fragen / Problemen können Sie sich an admin@elternvertretung-sh.de wenden. Wir helfen dann gerne weiter.

Und nun viel Spass beim bloggen.

Landeselternvertretung Schleswig-Holstein

Vermittlung von Fremdsprachen in SH

Drucksache 17/1423 „Vermittlung von Fremdsprachen in Schleswig-Holstein“

Sehr geehrte Frau Herold,

mit Schreiben vom 29.6.2011 ist der Landeselternbeirat gebeten worden, zu o.g. Drucksache

Stellung zu nehmen. Diesem kommt der Landeselternbeirat gerne nach und begrüßt

es, dass der Englischunterricht in den Klassenstufen drei und vier reguläres Fach

ist. Ebenso begrüßt der Landeselternbeirat die Möglichkeit, in der Eingangsphase einen

schulischen Englischunterricht anbieten zu können.

Um allerdings Kenntnisse der englischen Sprache, die Kinder vor der Einschulung erworben

haben, zu festigen sowie den anderen Kindern einen ersten

Erwerb englischer

Sprachkenntnisse auch schon in der Eingangsphase

zu ermöglichen, regt der

Landeselternbeirat an, auch schon hier einen englischen Unterricht verpflichtend zu erteilen.

Sollte es nicht möglich sein, dies mit in den Stundenplan aufzunehmen, hält es der

Landeselternbeirat durchaus für angeraten, spielerische Unterrichtseinheiten englisch zu

gestalten oder aber Teile des Unterrichts bilingual zu erteilen. Um beispielsweise auf eine

Wochenstunde zu kommen, müsste lediglich in drei Stunden pro Woche fünfzehn Minuten

Unterricht in Englisch erteilt werden.

Gleichzeitig würde es der Landeselternbeirat begrüßen, wenn an die Stelle des „Rahmenplans

Englisch in der Grundschule“ ein

„Lehrplan Englisch für die Grundschule“ treten

würde. Damit wäre auch gewährleistet, dass sich die Grundlage für das Fach Englisch

in die bestehenden Lehrpläne einfügen würde. Ebenso regt der Landeselternbeirat an, ein

Augenmerk auf die Übergänge Kindergarten/Primarstufe sowie Primarstufe/

Sekundarstufe zu legen, um Brüche zu vermeiden.

Der Landeselternbeirat steht jederzeit für Nachfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Henning Nawotki

Vorsitzender

Landeselternbeirat erwartet mehr Schulsozialarbeiter – gerade auch an Grundschulen (16.8.2011)

Zur Pressemitteilung der Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e. V. „Land und Kommunen vergeben eine Chance“ erklärt der Vorsitzende des Landeselternbeirates der Grundschulen und Förderzentren Henning Nawotki:

 „Bund und Land stellen Mittel für zusätzliche Schulsozialarbeiter zur Verfügung. Diese Gelder sind nicht dafür gedacht, um als finanzieller Steinbruch herzuhalten. Daher erwarten wir, dass die Mittel auch eins zu eins in Stellen umgewandelt werden – und dass besonders für die Grundschulen, die bislang so gut wie unversorgt sind.“

NDR: Abi nach neun Jahren bei Eltern beliebt

An mehreren Gymnasien in Schleswig-Holstein haben Eltern offenbar Interesse daran, dass ihre Kinder das Abitur wieder nach neun Jahren absolvieren. Nach Recherchen der NDR 1 Welle Nord stimmten an mindestens zehn Gymnasien auch Eltern der künftigen Sechstklässler mit großer Mehrheit dafür, zum alten Schulsystem zurückzukehren.Haben Eltern und Schüler die Wahl, dann stimmen sie mit großer Mehrheit für das Abitur nach neun Jahren. So geschehen in Brunsbüttel, Marne, Lütjenburg, Eutin, Plön, Norderstedt oder Flensburg. Bildungsminister Klug hatte den Gymnasien per Gesetz freigestellt, von dem G8 Modell zurückzutreten. Zwölf der insgesamt 100 Schulen haben dies zu Schuljahresbeginn beschlossen.

Dabei musste auch noch geklärt werden, was mit den künftigen Sechstklässlern passiert, die im vergangenen Jahr als G8 Schüler begonnen hatten. Und da war die Meinung eindeutig: Diese Schüler und Eltern wollten ebenfalls zurück zu G9. Fast immer war die Abstimmung eindeutig.

Klug: “Dem Elternwillen Rechnung tragen”

Bildungsminister Ekkehard Klug ist grundsätzlich der Ansicht, dass ein Nebeneinander von G8 und G9 dem Elternwillen entspricht. Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) hatte die Chance für G9 eröffnet, um dem Elternwillen Rechnung zu tragen und sieht sich durch diese Abstimmungen bestätigt. Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Cornelia Conrad, sagte: “Die Recherchen von NDR 1 Welle Nord bestätigen erneut, was Umfragen schon lange belegen. Viele Eltern in Schleswig-Holstein wählen G9 für ihre Kinder, wenn sie denn die Wahl bekommen.” Dies zeige, dass die Kritik der Opposition an der Schulreform von Besserwisserei und Bevormundung geprägt war.

Die Lehrergewerkschaft GEW hatte ein derartiges Ergebnis erwartet - kritisiert aber nach wie vor das Nebeneinander der verschiedenen Modelle für die Gymnasien im Land.

SSW: Bei G8 leiden Freizeit und soziale Kontakte

Anke Spoorendonk vom SSW wirft der Landesregierung eine zweigleisige verwirrende Schulpolitik vor. Die Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Anke Spoorendonk, sagte:„Ich kann gut verstehen, dass Eltern sich gegen G8 entscheiden, denn die massive Verdichtung des Unterrichts führt bei den Schülerinnen und Schülern zur Überforderung und zum Verlust an Freizeit und sozialen Kontakten.” Bildungsminister Klug habe ein beispielloses Chaos im Schulwesen angerichtet. “Die CDU-FDP-Koalition muss sich vorwerfen lassen, mit ihrer zweigleisigen Politik den Bedarf an Lehrkräften zu erhöhen, die Schulwahl zu verkomplizieren und Lehrer, Schüler und Eltern zu verwirren.”

Große Mehrheit bleibt aber bei G8

Fakt bleibt aber: Die große Mehrheit von mehr als 80 Gymnasien im Land hält weiter an dem G8-Modell fest. Nach Angaben des Vorsitzenden des Landeselternbeirats für Grundschulen, Henning Nawotki, entspricht das aber nicht unbedingt dem Eltern- und Schülerwillen künftiger Gymnasiasten. Seiner Einschätzung nach favorisieren zwei Drittel der Grundschul-Eltern in Schleswig-Holstein ebenfalls das G9 Modell. Nur seien diese Eltern bei der Frage G8 oder G9 von den Verantwortlichen der Gymnasien nicht gefragt worden, kritisiert Nawotki.

Lage bei Lehrerstellen weiterhin schlecht- Schönrechnen und Gesundbeten hilft nicht!

Zur Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion „Abnahme der Lehrerstellen“ erklärt der Vorsitzende des Landeselternbeirates der Grundschulen und Förderzentren Henning Nawotki:

 „Überall im Land werden Lehrer flächendecken von den Grundschulen abgezogen. Das laufende Schönrechnen und Gesundbeten der CDU ändert an der schlechten Lage überhaupt nichts. Uns Eltern macht die Lage große Sorge. Dass sich die CDU jetzt auch noch ganz heiter per Pressemitteilung in die Sommerferien verabschiedet, zeigt ganz besonders, dass die CDU inzwischen den Kontakt zur schulischen Basis komplett verloren hat. Hoffen wir, dass Frau Franzen sich nach den selbstgewählten Ferien wieder einmal an die Schulen und nicht nur ins Bildungsministerium verirrt.“

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